Drei Fragen an Dr. Colin Bien

Drei Fragen an Dr. Colin Bien

Frage: Warum unterstützen Sie den diesjährigen CSR-Kommunikationskongress und präsentieren Ihre Lösungen dort?  

Antwort: Der CSR-Kommunikationskongress ist für uns eine tolle Gelegenheit, um mit potenziellen Kund:innen in Kontakt zu kommen, ihnen unsere Lösung zu präsentieren, Feedback einzusammeln und sich mit anderen Expert:innen auszutauschen. Dieser Kontakt ist für uns essenziell, da wir Lösungen entwickeln, die echt Probleme aus dem Alltag von CSR-Manager:innen lösen.  

Frage: Wo liegen nach Ihren Erfahrungen die größten Schwierigkeiten in der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten und der Bereitstellung der entsprechenden Daten? 

Antwort: Durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen haben wir die folgenden Kernprobleme in der Berichterstattung identifiziert: 

  • Das Verstehen der Anforderungen eines Berichtsstandards  
  • Die Erfassung, Konsolidierung, zentrale Verwaltung, Visualisierung und Prüfung von Daten 
  • Das gemeinsame Verfassen von Texten sowie die Koordination des Gesamtprojektes  
  • Das Zusammenführen aller Informationen und Daten in einen Report 
  • Die Ableitung möglicher Maßnahmen zur Verbesserung der ESG-Performance 

Unsere Lösung hat sich diese Herausforderungen zum Ausgangspunkt gemacht und zahlt damit auf jedes der beschriebenen Probleme ein. 

Frage: Wo liegen die Vorteile spezialisierter ESG-Berichtstools gegenüber den Standard ERP Systemen? 

Antwort: Klassische ERP-Systeme beinhalten in der Regel nicht die erforderlichen Berichtsstandards und Datenstrukturen, um ESG-Daten entsprechend der Berichtsanforderungen zu erfassen. Ebenso wenig ermöglichen Sie ein gemeinsames Arbeiten, eine automatisierte Datenerfassung oder Berichtserstellung. Somit lösen sie die Ineffizienzen der spezifischen Anforderungen nicht, sind dabei aber meist deutlich teurer, als ein ESG-Berichtstool. 

Dr. Colin Bien ist Aussteller und Sponsor des 5. Deutschen CSR-Kommunikationskongresses

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Drei Fragen an Richard Green und Jan Dirk Kemming

Drei Fragen an Richard Green und Jan Dirk Kemming

Frage: Welche Rolle spielt die Marke als Tool und Methode in Nachhaltigkeitsmanagement und –kommunikation?  

Antwort: Die Marke ist eines der wichtigsten Assets im Bemühen um eine klare, sichtbare und konsequente Positionierung eines Unternehmens in Fragen der Nachhaltigkeit. In einem umfassenden Verständnis ist die Marke Kristallisationspunkt der gesamten Bandbreite von Stakeholder-Interessen und sendet verdichtete Signale zu Haltung und Identität. So dient die Marke z.B. Konsumenten zur Orientierung und Identifikation in unübersichtlichen Zeiten, und Unternehmen als Instrument der Differenzierung im Wettbewerb. Zugleich hilft eine mit Nachhaltigkeitsthemen aufgeladene (Employer) Brand bei der Orientierung im Arbeitsmarkt oder unterstützt Investitionsentscheidungen auf dem Kapitalmarkt.  

 Frage: Worauf ist bei der Markenführung im Bereich Nachhaltigkeit zu achten?  

Antwort: Zunächst braucht Nachhaltigkeit ein gewinnendes Narrativ, also eine Zusammenfassung von historischer Herkunft, aktuellem Anspruch und zukünftiger Perspektive einer ESG-Agenda für die Marke. Dieses Narrativ muss authentisch und transparent sein und sich an den Bedürfnissen der Verbraucher und ihren Erwartungen an die Marken, in die sie investieren, orientieren. Jede Marke hat zudem eine spezifische Tonalität, Bildsprache oder digitale oder physische Erlebbarkeit und sollte diese auch für das Thema Nachhaltigkeit so ausarbeiten, dass sie sich sowohl aus dem anwachsenden „Sea of Sameness“ im Bereich Nachhaltigkeit mit sehr stereotypen Symbolen und Phrasen hervorhebt. Eine zentrale Bedingung ist dabei die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Positionierung, offensichtlich in Abgrenzung von ungerechtfertigten Markenclaims im Greenwashing-Verdacht.  

Frage: Wie schätzen Sie die Bedeutung von Marke in den nächsten Jahren ein für das Thema Nachhaltigkeit?   

Antwort: Unserer Ansicht nach wird die Marke zu einem der wichtigsten Handlungsfelder im Bereich Nachhaltigkeit auch mit Blick auf die politischen Ziele und Rahmenbedingungen. Wir registrieren die zunehmende Erwartung, Konsumenten mit gut informierten Entscheidungen zu zentralen Teilhabern der Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen zu machen. Unter #ConsumerEmpowerment ist diese Perspektive auch expliziter Bestandteil des Green Deals der EU-Kommission. Die Marke ist seit vielen Jahren das herausragende und hocheffiziente Instrument zur Orientierung von Verbrauchern und stellt so einen entscheidenden Hebel dar, politische Zielkorridore in Alltagshandlungen zu übersetzen.   

Richard Green und Jan Dirk Kemming sind Referenten im Workshop Marke und Nachhaltigkeit 

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CSR-Kommunikationskongress 2022: Jetzt anmelden!

CSR-Kommunikationskongress 2022: Jetzt anmelden!

Ab sofort ist die Anmeldung zum 5. CSR-Kommunikationskongress am 3. und 4. November in Osnabrück freigeschaltet. Zwei Tage lang wird es im November im DBU Zentrum für Umweltkommunikation um Nachhaltigkeits- und CSR-Kommunikation gehen. Auf dem Programm stehen unter anderem die CSR-Berichterstattung im Zeichen der neuen EU-Richtlinie, die EU-Taxonomie, CSR in der internen Kommunikation, IT-Unterstützung und Datenverarbeitung in der CSR, Bildsprache in der Nachhaltigkeitskommunikation und viele weitere Themen. Das Programm setzt auch in diesem Jahr auf die bewährte Kombination aus Workshops, Keynotes und ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch

Der CSR-Kommunikationskongress ist die einzige Veranstaltung im deutschsprachigen Raum mit Fokus auf Nachhaltigkeitskommunikation. Er findet in diesem Jahr zum 5. Mal statt. Veranstalter ist das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) in Partnerschaft mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), dem Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften – B.A.U.M. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Organisiert wird er von einem engagierten Team von fünf ehrenamtlich aktiven Nachhaltigkeitsexperten aus den Trägerorganisationen.

Ein Klick bringt Sie direkt zur Anmeldung. Eine Übersicht über das Programm gibt es hier.

 

Vorbereitung für den CSR-Kommunikationskongress 2022 läuft

Die Vorbereitung des CSR-Kommunikationskongresses 2022 am 3. und 4. November läuft auf Hochtouren. Traditionsgemäß findet er im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück statt. Eckpunkte des Programms stehen bereits fest. Zur Zeit arbeitet das Kongress-Team an der Detailplanung. Das Team freut sich über Anregungen und Anfragen potentieller Sponsoren.

 

CSR-Kom-Digital am 9. November 21: Medien (-konzerne): Umwelt- und Klimathemen positionieren

„Medien(-konzerne): Umwelt- und Klimathemen positionieren“

Wohl kaum ein Thema wird aktuell heißer und auch kontroverser diskutiert. Wie sollen sich Unternehmen hier positionieren? Wie mit der sehr komplexen wissenschaftlichen Debatte umgehen? In welchen Kontext soll das Thema gestellt werden. Wir freuen uns, zwei hervorragende Gesprächspartner zu haben, die kritisch zum aktuellen Diskurs Stellung nehmen, aber auch praktische Ansatzpunkte aufzeigen, wie Unternehmen mit der Herausforderung Klimakommunikation umgehen können.

Darüber sprechen am 9. 11.

  • Axel Bojanowski, Chefreporter, WELT
  • Dr. Olivia Henke, Vorständin Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima
  • Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Riccardo Wagner (Head of Media School, Hochschule Fresenius)

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Über das DNWE

Über das DNWE

Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE)

Das DNWE wurde im Mai 1993 in Bad Homburg gegründet. Mitglieder des gemeinnützigen Vereins können natürliche und juristische Personen werden. Gegenwärtig sind mehr als 600 Mitglieder registriert, darunter viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kirchen und Wissenschaft. Die Geschäfte werden von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt. Ihm steht ein Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft beratend zur Seite.

Das DNWE ist ein nationaler Verband des European Business Ethics Network (EBEN), das 1987 in Brüssel gegründet wurde und sich um die Förderung des interkulturellen Dialogs über Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik bemüht. EBEN hat derzeit über 1.100 Mitglieder in 20 Ländern. EBEN unterhält Kontakte zu allen wichtigen internationalen Vereinigungen im Bereich der Wirtschaftsethik. Das DNWE verfolgt das Ziel, den Austausch von Gedanken und Ideen über ethische Fragen des Wirtschaftens zu fördern und wirtschaftliches Handeln ethisch zu orientieren, um zur Lösung von moralischen Dilemmasituationen im wirtschaftlichen Wettbewerb beizutragen.

Im Sinne des Netzwerkgedankens treffen sich Vertreter und Vertreterinnen der Wissenschaft, z.B. aus den Bereichen Volks- und Betriebswirtschaft, Philosophie, Theologie, Recht, Psychologie, der Praxis, z.B. Unternehmer, Manager, Wirtschafts- und Sozialpolitiker und der Verbände, Kirchen, Interessengruppen und Medien. Zu diesem Zweck fördert und unterstützt das DNWE alle Anstrengungen von Unternehmen, Verbänden und Institutionen, die auf die praktische Umsetzung moralischer Grundsätze und Ansprüche in Wirtschaftsfragen abzielen.

Daniela Matysiak; Foto: ©Carlos Albuquerque / KYOCERA Document Solutions Deutschland GmbH